Rad fahren am Neusiedlersee im Burgenland

Rund um Österreichs einzigen Steppensee warten zahlreiche thematisch unterschiedliche Routen auf Radfahrer, die neben spektakulären Landschaftsbildern auch kulinarische Besonderheiten bieten. Zu den beliebtesten Routen zählt der Neusiedler See Radweg (B10), der besonders für Genussradler und Familien geeignet ist.
Neusiedler See Radweg – die wichtigsten Eckpunkte
Nur wenige hundert Meter vom Bahnhof Neusiedl am See entfernt befindet sich der Einstieg in den Neusiedler See Radweg. Direkte Züge von und nach Wien und Bratislava führen zu dem Einstiegspunkt. Wer die einzigartige Tour mit seinem Fahrrad hautnah erleben möchte, muss lediglich der Beschilderung B10 folgen.
Bei dem Radweg handelt es sich um eine Rundtour, die sich auf eine Strecke von 125,5 Kilometern erstreckt. Es ist allerdings zu berücksichtigen, dass die Tour mit Fähren abgekürzt werden kann. Damit kann die Dauer von durchschnittlich 10 Stunden deutlich verkürzt werden. Der Neusiedler See Radweg kann nach Belieben auch über mehrere Tage erkundet werden, denn neben einer traumhaften Landschaft bietet die Region auch gemütliche Hotels.
Als ideale Reisezeit gelten die Monate April bis Oktober. Mit den richtigen Reifen ist es aber unerheblich, wann die Tour durchgeführt wird. Der Wechsel von Sommer- zu Winterreifen ist bei Autos üblich und keine Besonderheit. Wer auch mit dem Rad bei Schnee und Eis jederzeit sicher unterwegs sein möchte, sollte unbedingt über Fahrradwinterreifen nachdenken. Unter anderem für Mountainbikes sind spezielle Fahrradreifen mit angepasstem Profil und einer Vielzahl an Spikes verfügbar, die selbst auf blankem Eis eine höchstmögliche Kontrolle bieten. Auch Winterreifen ohne Spikes erhöhen dank einer optimierten Gummimischung die Sicherheit um ein Vielfaches.
Diese Highlights zeichnen den Neusiedler See Radweg aus
Der Neusiedler See Radweg wurde aus gutem Grunde vom ADFC mit 5 Sternen ausgezeichnet. Die Tour führt von Neusiedl am See über Weiden am See zur Ostseite des Sees. Wer die Reise mit einem leckeren Frühstückspicknick beginnen möchte, sollte das Strandbad Neusiedl am See als Startpunkt wählen. Der Radweg führt durch den Nationalpark Neusiedler See – Seewinkel, der als Treffpunkt für verschiedene Pflanzen- und Tierarten dient. Der Nationalpark ist bekannt für seine abwechslungsreiche Vogelwelt.
Nach dem schrankenlosen Grenzübergang nach Ungarn in Pamhagen führt die Reise über Fertöd nach Hidegség. Von dort führt die Strecke über Hidegség und Balf schließlich nach Fertörákos. Hier wird wieder österreichisches Staatsgebiet befahren.
Kulturelle und kulinarische Überraschungen hält die Westseite des Sees bereit. Unter anderem wissen die Hofgassen der Seefestspielgemeinde Mörbisch zu begeistern. Zu den Sehenswürdigkeiten zählen das Seebad Mörbisch am See, die Salzgrotte Apetlon und die Landesgalerie Burgenland. Die Radtour führt auch zu der kleinen historischen Freistadt Rust, die durch die Fernsehserie „Winzerkönig“ Bekanntheit erlangte. Oggau am See sollte ebenfalls besucht werden. Der Ort im Burgenland am Westufer des Neusiedler Sees hat seit 1994 den Status einer Marktgemeinde.
Der Neusiedler See Radweg lädt schließlich zu einer Erkundung von Purbach am See, Breitenbrunn am See und Winden am See ein. Die gut erhaltenen Kellergassen werden zum Großteil noch heute genutzt. Über Jois führt die Strecke wieder zur Bezirkshauptstadt Neusiedl am See.
Noch hervorzuheben sind die Designer-Radrastplätze und Aussichtstürme entlang der Strecke. Immer wieder gibt es die Gelegenheit, einen phänomenalen Blick über den Neusiedler See bis in die ungarische Tiefebene zu genießen. In den Wintermonaten sollte die Natureisfläche näher erkundet werden.



