Sicherheitstipps für das Basteln mit Kindern

Drei Pinsel liegen neben einer offenen Aquarellpalette, die verschiedene bunte Farbblöcke enthält, mit Flecken auf dem Deckel und der Mischschale.

Basteln ist weit mehr als nur ein Zeitvertreib. Beim Basteln werden abstrakte Ideen zu konkreten Gegenständen. Es hilft Kindern, Durchhaltevermögen zu entwickeln, es schult die motorischen Fähigkeiten, fördert die Konzentration und die eigene Kreativität kann ausgelebt werden.

Egal ob im Kindergarten, in der Schule oder daheim, ob alleine, mit Geschwistern, Freunden oder den Eltern – Basteln macht echt Spaß. Doch sollte man eines nicht vergessen: Auch Basteln bietet ein Gefahrenpotential, das man nicht unterschätzen sollte. Wenn man jedoch ein paar grundlegende Sicherheitstipps beachtet, steht dem fröhlichen Schaffen nichts mehr im Weg.

Die Bastelecke

Um bemalte Wände und einen mit Bastelkleber verklebten Teppich zu vermeiden, ist es wichtig, dem Kind einen Ort zu geben, wo es ungestört basteln und seine Kreativität richtig ausleben kann. Kinder verstehen es nicht, wenn man sie zunächst  am Esstisch malen lässt und dann wegen der Wasserfarbenflecken am teuren Tisch schimpft. Wenn also nicht genug Platz für einen eigenen kleinen Basteltisch ist, solltest du  sicherstellen, dass alle empfindlichen Oberflächen in der Nähe des kleinen Bastlers abgedeckt oder entfernt werden.

Zieh deinem Kind Kleidung an, die ruhig schmutzig werden kann, und gib dem kleinen Künstler einen eigenen Malkittel (unter anderem ein altes Männerhemd). Je nachdem, was gebastelt werden soll, solltest du auch überlegen, ob eine Schutzbrille nötig ist.

Kleine Kinder sollte man beim Basteln nie aus den Augen lassen. Auch wenn man glaubt, alle Gefahrenquellen entfernt zu haben, kann noch immer einiges passieren, zum Beispiel wenn das Kind Kleinteile verschluckt.

Das Werkzeug

Scheren können sehr gefährlich sein für Kinder. Durch spezielle Kinderscheren mit weniger scharfen Klingen und abgerundeten Spitzen kann die Verletzungsgefahr zwar reduziert werden, trotzdem ist es noch immer möglich, dass sich Kinder damit schneiden. Besprecht zu Beginn den sicheren Umgang mit Scheren und lass dein Kind nicht aus den Augen, wenn es eine Schere benutzt! Wenn man sich mit einer Nadel sticht, kann das auch richtig wehtun, hier besteht außerdem die Gefahr, sie zu verschlucken. Auch mit einem sehr spitzen Stift können sich Kinder verletzen, was bis hin zu einer gefährlichen Blutvergiftung führen kann.

Die Bastelmaterialien

Bei Kleinkindern solltest du bei der Wahl der Bastelmaterialien aufpassen, dass diese nicht verschluckt werden können und ungiftig sind. Denn auch beim Lutschen an Stiften können sich Giftstoffe lösen. Achte daher schon beim Kauf darauf und lies dir die Hinweise auf der Verpackung genau durch.

Was wäre das Basteln ohne Bastelkleber? Bastelkleber ist unverzichtbar beim kreativen Gestalten. Hier ist es aber besonders wichtig, auf die Inhaltsstoffe zu achten, denn auch wenn man den Kleber oder Leim nicht direkt verschluckt, kann es durch Berühren zu Hautreaktionen kommen. Spezielle Bastelkleber und –leime für Kinder sind eine lohnende Investition, da hier meistens sehr auf die Verträglichkeit geachtet wird und sie nicht so stark haften wie normale Klebstoffe. Beim Hantieren mit Klebern und Leim kann es passieren, dass sich Kinder die Haut, zum Beispiel an den Fingern, zusammenkleben oder sich Rückstände nicht mehr entfernen lassen. Kauf daher am besten schon im Vorhinein ein entsprechendes Lösungsmittel.

Damit man an den Bastelutensilien länger Freude hat und nicht ständig ausgetrockneten Kleber nachkaufen muss, sollten nach dem Basteln alle Werkzeuge und Bastelmaterialien sicher verstaut werden.

Achtung!

Manche Bastelwerkzeuge und -materialien sind für Kinder absolut ungeeignet. Hier sollten bestimmte Arbeitsschritte von den Eltern übernommen werden:

  • Heißklebepistolen: Durch den heißen Klebstoff kann es zu Verbrennungen kommen. Eine Heißklebepistole also immer sehr vorsichtig benutzen und darauf achten, dass die Kinder nicht damit herumspielen.

  • Spraydosen: Durch die Dämpfe kann es zu Schwindelanfällen oder gar zu Vergiftungen kommen. Benutze Spraydosen nur im Freien oder in gut belüfteten Räumen.

  • Bügeleisen: Zum Aufbügeln von Stoffen oder Schmelzen von Steckperlen ist ein Bügeleisen nötig. Aufgrund der Verbrennungsgefahr sollte man diese Aufgaben jedoch nicht dem Kind überlassen.

  • Superkleber: Beim Hantieren mit Superkleber können sich Kinder rasch die Finger oder sogar die Atemwege verkleben. Superkleber haftet viel stärker als Klebstoffe für Kinder, deshalb hat er am Basteltisch nichts verloren.

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